Archiv für November 2015

tapetenwechsel Afterhour

Tapetenwechsel_Afterhour

tapetenwechsel#5 KünstlerInnen & MusikerInnen

1 Abend
3 Wohnungen.
3 MusikerInnen.
3 KünstlerInnen.

Die Tage werden kürzer. Draußen ist Mistwetter. Doch das ist alles halb so schlimm, denn tapetenwechsel ist endlich wieder zurück!

Am 22. November machen wir es uns in Gohlis in drei zauberhaften Gastgeber-Wohnungen gemütlich und feiern mit euch unseren ersten Geburtstag.


tapetenwechsel # 5 in Gohlis
am 22. November 2015 von 17.30 bis 21.30Uhr

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Richterstraße 4

Da es sich um Privatwohnungen handelt, bitten wir euch darum, die Adressen nicht öffentlich zu posten (pssst) und nur an liebe Freunde weiterzugeben.

Die Wohnungen öffnen ab 17.30 Uhr ihr Türen. Ihr entscheidet selbst, welche Wohnung ihr zuerst besucht und wohin ihr danach weiterzieht. Wir möchten, dass es ein gemütliches Beisammensein mit den KünstlerInnen wird. Es gilt: "Wer zuerst kommt, mahlt zuerst." Deshalb habt bitte Verständnis, wenn eine Wohnung schon voll ist.

Konzerte gibt es in jeder Wohnung von:
# 18.00 – 18.30 Uhr
# 19.15 – 19.45Uhr
# 20.30 – 21.00 Uhr

Der Eintritt ist frei, aber bitte schlachtet euer Sparschwein, um unsere KünstlerInnen mit großzügigen Spenden zu unterstützen. Da unsere KünstlerInnen nicht von Luft & Liebe leben können, ist ein gut gefüllter Künstlerhut gern gesehen…

Wir freuen uns auf einen entspannten Abend mit den weltbesten Gästen!
Eure tapeten


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Love the twains

LOVE, THE TWAINS

Das ist ein Singer-Songwriter-Duo aus Leipzig, bestehend aus Lena Franke und Sascha Hünermund. Ihre Texte handeln von den gesellschaftlichen Wunderlichkeiten der Postmoderne und immer wieder von der Liebe. Dabei wechseln sie farbenfroh zwischen den Instrumenten und arbeiten detailverliebt mal kontrastierende, mal affirmative Klangwelten zu ihren Texten aus. Ende März 2015 erschien das Debüt-Album "Merry Tales".

Henrike

HENRIKE HENNA

Henna ist ein alter indischer Brauch. Er betont die Harmonie zwischen schöner Haut und geschwungenem Muster. Symmetrie, Sinnlichkeit, Exotik – all das kann ich auf eure Haut zaubern. Doch nicht vergessen: Henna ist genauso flüchtig wie die Schönheit.

Foto: Daniela Laske


Richterstraße 4

Jahmica

JAHMICA & DIE OBSKURIOSEN

Als Support für die Puppetmastaz, Käptn Peng & die Tentakel von Delphi oder Retrogott konnte der deutsche Freestyle Meister Jahmica in den letzten Jahren gehörig von sich Reden machen.

Live überzeugt er mit seiner Gang, den Obskuriosen, durch energetische Performances, perfektes Zusammenspiel und beeindruckenden Beatbox- und Freestyle-Exzessen. Er spannt den Bogen zwischen klassischen Rapskills und sympathischen Publikumsbezug bis weit über Hip Hop und somit Genregrenzen hinaus.

Seit 8. Mai ist seine erste Vinyl draußen mit dem Titel: "Sportlich"

https://soundcloud.com/jah-mic-a

Djuna Dschungel

DJUNA DSCHUNGEL
Ich bin eine anstrebende 26-jährige, der das Zeichnen liegt. Das war schon immer so, allerdings habe ich mich nie als Künstlerin bezeichnet. Das mache ich auch immer noch nicht so wirklich, obwohl ich mich jetzt eher als eine Künstlerin und nicht als Designerin verstehe – das, was ich eigentlich studiert habe.

Ich wurde früh gefördert, habe eine Menge Zeichen- und Maltechniken erlernt und war recht gut darin, Realistisches zu zeichnen. Das habe ich aber in den letzten zehn Jahren verlernt. Meine Oma hat immer zu mir gesagt: „Wenn du mal groß bist, wirst du Künstlerin." Da habe ich mich noch geweigert.

Zwischenzeitlich wollte ich alles werden: Anwältin, aber nie Richterin, Astronautin, Floristin, Archäologin, Schriftstellerin, Restauratorin. Aber nie Künstlerin. Ich denke jetzt bin ich eine. Ich denke mit etwas, wie einem eigenem Stil, wird man sowas. Den habe ich jetzt. Ich war immer der Meinung, dass ich nur so vor mich hinkritzel. Doch das Feedback auf meine Zeichnungen war so gut, dass mir klar geworden ist, dass es einfach mein eigener Stil ist, der mich zu einer Künstlerin macht.

Ich zeichne das, was ich sehe, was ich verstehe, was ich denke. Ich lass mich vom Stift leiten und leite ihn indirekt über das Papier. So entsteht Strich für Strich und Fläche für Fläche. Manchmal weiß ich, was dabei raus kommen soll, manchmal entsteht einfach das, was es am Ende ist.

https://www.facebook.com/DjunaDschungel-1419345411714781/?fref=ts


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Karl Scott

KARL SCOTT
Dynamic, emotional, spiritual – just a few words that have been used to describe Karl Scott’s music. He is a traveling acoustic singer-songwriter and has performed all over Europe, the US, and the UK. Karl enjoys experimenting with unusual tunings, multiple capos and dynamics. Being completely self taught his style is somewhat percussive, with soft cinematic overtones. Karl has 3 self made ep’s, even designing and making the covers himself. Karl’s love is to create a relaxed and intimate atmosphere, he especially shines in the warm intimacy, depth and connectedness of a ‚House Concert‘.

https://karlscott.bandcamp.com/

Tina Mamczur

TINA MAMCZUR
In der Fülle liegt die Kraft: Tina Mamczur macht Musik, schreibt Texte, zeichnet Dinge und schafft Kunstwerke. Einigen Ruhm in Sachen Popkultur konnte sie mit dem Videoblog "undertube", ihrer Band "Hund am Strand" und der Off-Show "rororoTWEIN-Klub, die voll edgy Mitmach-Lesebühne" einfahren; 2014 gründete sie die freie Kunst-Sekte "Transformations-Center", die seitdem an verschiedenen Orten ihr transformistisches Unwesen treibt. Ihre interaktiven Rauminstallationen und Aktionen spielen mit Selbsterfahrung, Grenzüberschreitung und parallelen Realitäten; darin robbt sie in einem Ganzkörper-Klettanzug durch die Stadt, schneidet fremden Menschen ohne Vorkenntnisse die Haare, oder bringt Passanten dazu, mit verbundenen Augen durch warmes Apfelmus zu waten – wie zuletzt in Leipzig, beim Lindenow 11.



Wir gedenken Lucie Steindorff

Den Jahrestag der Reichsprogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 nehmen wir zum Anlass, um an Lucie Steindorff zu erinnern. Frau Steindorff hatte ihren letzten frei gewählten Wohnort in der Richterstraße 2. Das Wohnhaus existiert heute nicht mehr, doch ein „Stolperstein“ verweist auf die ehemalige Bewohnerin. Diese Steine sind ein Kunstprojekt von Gunter Demning. Sie erinnern an die Vertreibung und Vernichtung von Juden, Homosexuellen, Sinti & Roma, Zeugen Jehovas, Behinderten und politisch Oppositionellen.

„Lucie Steindorff wurde am 1.4.1879 in Dessau geboren. Sie war die Schwester des berühmten Ägyptologen Georg Steindorff (nach ihm ist das Ägyptische Museum der Universität Leipzig benannt). Sie war Jüdin und arbeitete als Klavierlehrerin.

Am Morgen des 13. Januar 1941 fanden Hausdurchsuchungen bei den Leipziger Juden statt. Frau Steindorff wohnte zu diesem Zeitpunkt zur Untermiete in der Grassistr. 20. Die Gestapo suchte Geld, das die jüdische Bevölkerung noch bei sich hatte. Bei Frau Steindorff fand man 500 Mark, die sie für ihre Ausreise zurückgelegt hatte. Sie wurde wegen „Devisenvergehens“ verhaftet und man brachte sie in das Polizeigefängnis in die Wächterstraße. Alle Bemühungen ihrer Geschwister in den USA, ihre Schwester nachzuholen, schlugen fehl. Am 28.3. 1941 wurde sie in das KZ Ravensbrück deportiert. Am 10.5.1942 wurde Lucie Steindorff (63 Jahre) in der Tötungsanstalt Bernburg ermordet.“

Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!

Bebauung Richterstraße 2
Suchbild Richterstraße 2

www.stolpersteine-leipzig.de
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