Der Nachbarschaftsverein Goase e.V. wurde 2015 von der Bewohner*innengemeinschaft des Hauses Richterstraße 4/6 gegründet. Da die markante Immobilie über Jahrzehnte ihr besonderes Antlitz behielt, bot sich hier ein Freiraum für künstlerische, kulturelle und ökologische wie auch kleingärtnerische Entfaltung. So entstand ein Bewusstsein für die Chancen eines Ortes, der als Forum für Kunst, Kultur, Ökologie, Bildung und gegenseitigen Austausch nutzbar ist.
Unser Verein gestaltet eine gemeinschaftliche, nachhaltige und kulturell vielfältige Nachbarschaftsstruktur in familiärer Atmosphäre.

Die Richterstraße 4&6

Basis ist ein 1924 vom Mitteldeutschen Braunkohlensyndikat erbautes, markantes Wohnhaus in der Richterstraße 4/6 und ein 3600qm großer Garten. Die denkmalgeschütze und teils noch im Originalzustand belassene Liegenschaft charakterisiert ein Stück der Historie des Viertels. Dieser besondere Ort erfordert eine aktive Gemeinschaft und bietet zugleich Raum für vielfältige künstlerische, ökologische und Gartenprojekte an einem belebten Ort mit erlebbarer Geschichte.

Wie wir uns organisieren

Wir sind aus einer Hausgemeinschaft hervorgegangen, die aus verschiedenen Wohnungen besteht und gemeinsam über alle Dinge, die auf dem Grundstück geschehen sollen, diskutiert und abstimmt. Daraus ist der Goase – Nachbarschaftsverein Richterstraße eV entstanden, welcher diese Idee auch weiter ins gesamte Viertel trägt.
So kommen inzwischen zunehmend Nachbar*innen aus unserem Viertel hinzu, die als Mitglieder im Verein jederzeit Vorschläge für Projekte und Veranstaltungen einbringen. Gemeinsam planen und betreuen wir einen Tauschschrank, ein Bienen-Projekt, einen Hühnerstall, Gemeinschaftsgärten, Hoffeste, Lesungen, Ausstellungen, Konzerte, uvm ..

Die Bewohner*innengemeinschaft in der Richterstraße 4&6…

…besteht aus verschiedenen Generationen aus den unterschiedlichsten Berufsgruppen und gesellschaftlichen Milieus. Wir wollen alternative Formen des Zusammenlebens schaffen und aufzeigen. Dabei geht es um quartiersbezogene Identität, um soziales und ökologisches Miteinander und interkulturellen Austausch. Dies ist in einer wachsenden Stadt mit sich zuspitzenden ökonomischen Zwängen keine Selbstverständlichkeit. Wir versuchen, unabhängig von Herkunft oder Geldbeutel, einen Ort der Begegnung und des sich Einbringens zu schaffen und ihn mit unserem Haus und dem Umfeld zu erhalten.

Unsere Vernetzung

Neben den Nachbar*innen aus der unmittelbaren und nahen Umgebung vernetzen wir uns mit weiteren Projekten; so z.B. mit dem internationalen Projekt NATURVATION, das naturbasierte Lösungen in der Stadtentwicklung und partizipatorische Möglichkeiten der Zivilgesellschaft untersucht. Da unser Garten ein Hotspot der Biodiversität ist und als „grüne Lunge“ (+Abkühlung) für über 100 Familien das Viertel bereichert, fungieren wir als eine Art Modellprojekt. Überdies betreuen wir im FoodSharing Netzwerk einen Schrank, der von Geschäften aus der Nachbarschaft befüllt wird. Wir nehmen jährlich am ParkingDay (in Kooperation mit dem Umweltbund Ökolöwe) teil. Bei Stadtteilfesten präsentieren wir uns und laden zur Beteiligung ein. Auch den Tag der Nachbarn feiern wir seit 2017 mit unserer Nachbarschaft.

Wir für Gohlis/Zentrum Nord

Wir bieten Raum für kreative Entfaltung sowie kulturelle und ökologische Projekte und fördern den Austausch aller Bewohner*innen unserer Straße, unseres Viertels und der Stadt Leipzig. Dazu organisieren wir regelmäßige Veranstaltungen, die allen Nachbar*innen offen stehen und Möglichkeiten zum Kennenlernen und Vernetzen bieten (z.B. im Nachbarschaftsgarten, in der offenen Fahrradwerkstatt, beim Imkerworkshop etc.). Wir möchten unseren Ort als Zentrum für nachbarschaftliches Zusammenkommen fest etablieren.